Weit im Norden, so weit im Norden, dass kaum ein Lebender diesen Bereich in seinem Leben erblickt, bestehen die großen Eiswüsten Dura Dune und Irretatum Dune. Sie bilden das nördlichste Festland aller Länder der Dark World.
Dura Dune, auch genannt ewige Wüste, bildet dabei auch noch die Verbindung zwischen dem großen bekannten Kontinent der Menschen und dem neuen fast unbekannten Kontinent im Westen. Hier gingen einst die ersten großen Splitter des Warps aus den Wirbeln des Chaos auf, die Dark World nieder und formten das erste große Portal zum Chaos selbst. Aus diesem Portal strömen nun die Ungeheuer und Kreaturen des Chaos und die götterähnlichen Mächte greifen auf die Lebenden mit all ihrer Gewalt und Macht und veränderten sie zu ihres Gleichen.
Zwischen den zwei Wüsten erstreckt sich die große Chaossteppe, deren Funke einst durch eine Chaoshexe und ihre Begleiter gesät wurde und sich dadurch festigen konnte. Dieser Bereich wird durch ein massives Felsgebirge von dem restlichen Hauptkontinent abgeschirmt. Nur ein Pass ist der einzige Zugang. Dieser wurde aber bereits in den ersten Bevölkerungsjahren durch einen gemauerten Speerwall verschlossen, der vermutlich von den Zwergen des Nordens nach den ersten Kriegen mit den Chaoskreaturen und den dortig lebenden Eisbarbaren geführt wurden.
Nur ein Tor mit unbeschreiblich starken Stahlbeschlägen und einer Stärke von mehreren Männern Größe in der Wandungsstärke ist der einzige Durchgangsweg. Dieses Tor scheint auch zusätzlich magisch verschlossen zu sein um ganz sicher zu gehen, dass kein Durchdringen möglich ist. Außerdem werden die übergroßen Geschosstürme und die Zinnen des Walls durch die Zwerge bewacht und gehalten zusammen mit einigen ausgewählten Kriegern der Menschen.
Vor dem großen Wall zur nord-östlichen Seite erstreckt sich der Bereich der Irretatum Dune, auch genannt die Wüste der Verirrten. Diesen Namen hat dieser Bereich erhalten, weil sich dort die meisten Abenteurer, die in die Eiswüste auszogen verschollen sind und sich auch immer wieder Berichte am großen Wall sammeln von Barbarenhorden, die durch die Eiswüsten ziehen und in den Eisstürmen der Irretatum Dune die Orientierung verlieren und auf ewig umher irren.
Hier sind stetige Eisstürme und Gewitter das normale Erscheinungsbild. Und niemand weiß wirklich, was sich in diesen oder dahinter verbirgt. Die ersten Stürme kamen mit der Entstehung des großen Chaosportals auf und sind seither immer wilder und stärker geworden. An den Küsten der Dura Dune Eiswüste leben die meisten Nordkriegerstamme. Aber es gibt auch einen kleinen Bereich zwischen Küste und Gebirge, das bekannt ist als Ur TaRosch. Dies ist der Bereich der Albae des Nordens. In Ihrer Sprache heißt dieser Bereich Dson Urta Rosch und der Legende nach soll er auf der Träne von dem Albaegott Tion beruhen.
In den Nordwüsten selbst leben darüber hinaus die größten und mächtigsten Krieger aller Nordkrieger, die Kurganbarbaren. Diese mongolischen Steppenreiter sind Nomaden, die stetig durch die Wüstenregionen ziehen und denen die Auswirkungen und Mächte des Chaos nichts anzuhaben scheinen. Sie trotzen dem Einfluss des Chaos und sind diesem doch dienlich, da sie die größten und stärkste Kriegergruppe in den Heerzügen des Chaos selbst bilden, die immer wieder gegen den großen Wall ziehen oder über das nördliche Eismeer in das Land der Menschen und Elben einfallen für Plünderungen und kleinere Eroberungszüge. Selbst unter den anderen wikingerhaften Nordkriegerstämmen sind diese Kurganstämme gefürchtet und ihnen wird immer unterwürfig auf barbarische Art begegnet. Die Kurgan sind die wahren Machthaber im nördlichen Eis, neben den Chaoskreaturen und ihren unbekannten Göttern im Chaos selbst.
Abschrift aus der Stadtbibliothek im Jahr des Urchaos 2023